Modul „Memoria“ für OnScreenCommunicator

Hilfe nach einem Schlaganfall

Nach einem Schlagfall ist die Merkfähigkeit des Patienten oft stark eingeschränkt:
Häufig werden wichtige Termine verpasst. An relevante Ereignisse und Absprachen können die Patienten sich nicht mehr erinnern. Oft wird auch die Einnahme von Medikamenten vergessen.
Dies macht die Bewältigung des Alltags nicht nur für den Patienten, sondern auch für das betreuende Umfeld extrem schwierig.

Der negative psychologische Effekt auf den Patienten ist ebenfalls nicht zu vernachlässigen:
Während man sich als gesunder Mensch bereits sehr ärgert, wenn man beim Einkauf etwas Wichtiges vergessen hat, hat das Vergessen von Ereignissen oder wichtigen Terminen auf das Selbstbewusstsein des Patienten einen starken negativen Effekt.

Dieses schlechte Gefühl des Patienten macht die Gesamtsituation für alle Beteiligten noch schwieriger.

In vielen Fällen ist der Patient dazu auch motorisch eingeschränkt, und es ist ihm nicht möglich, sich mit einem Notizblock zu helfen.
Allgemeine Lösungen wie zum Beispiel der Google-Kalender bieten nicht die benötigte Patientenführung, sondern sind auf die Fähigkeiten von gesunden Menschen ausgelegt.

Das Modul „Memoria“ ist eine Lösung für die oben genannten Probleme:

Das Modul Memoria für OnScreenCommunicator ist eine Sammlung von Funktionen für Schlaganfallpatienten und für Patienten, die nach einem Unfall unter einer eingeschränkten Gedächtnisfunktion leiden:

Das „Memoria“-Modul enthält:

  • - Einen Kalender
  • - Ein Tagebuch
  • - Ein Schmerztagebuch
Memoria


Memoria-Kalender

Der Memoria-Kalender ist ein Kalender, durch den Patient anhand eines Assistenten geführt wird.
In diesem Kalender können Ereignisse komfortabel gespeichert werden können.
Ereignisse werden vom Patienten selbst angelegt oder können im Assistenz-Modus vom Betreuer angelegt werden. Ereignisse, die im Assistenzmodus angelegt wurden, können vom Patienten mit Notizen zwar ergänzt, jedoch nicht gelöscht oder anderweitig verändert werden.
Zuerst wählt der Patient ein Datum aus und klickt dann auf „Neues Ereignis“.
Auf dem Bildschirm erscheinen verschiedene Kategorien, z. B. Arzt, Einkauf, Telefonat, etc.

Memoria

Durch einen Klick wird die gewünschte Kategorie des Termins ausgewählt.
Jede Kategorie ist durch eine Farbe gekennzeichnet, so dass später im Kalender sofort ersichtlich ist, welche Termine gerade anstehen.
Nachdem der Patient die Kategorie ausgewählt hat, wählt er im nächsten Schritt die Uhrzeit aus.
Er bestimmt danach, mit welcher Vorlaufzeit er an das Ereignis erinnert werden will…
…und ob sich das Ereignis wiederholt:
Eine besondere Funktion des Memoria-Kalenders ist die Möglichkeit, einen „Davor“-Text und einen „Danach“-Text einzugeben:
Im Davor-Feld trägt der Patient ein, an was er für diesen Termin denken muss.
Zum Beispiel trägt er hier ein, dass für eine Untersuchung Arztbriefe mitgebracht werden müssen. Oder welche Dinge er bei einem Einkauf besorgen möchte. Oder Themen, die bei einem Besuch besprochen werden sollen.
Die Schlüsselfunktion des Memoria-Kalenders ist der „Danach-Text“.
Das „Danach-Feld“ füllt der Patient nach dem Ereignis aus.
Im Danach-Feld trägt der Patient ein, an was er sich nach dem Termin erinnern muss. Das können zum Beispiel das Resultat eines Arzttermines, der Ausgang eines Gesprächs, Begebenheiten eines Besuchs oder ähnliches sein.
Dieser „Danach“-Text ist das Herzstück eines Ereignisses.
Durch den Danach-Text kann der Patient das Ereignis mental wieder abrufen, zuordnen und verarbeiten.
Der Patient wird rechtzeitig sowohl über ein Pop-Up und wahlweise über eine Computerstimme an anstehende Ereignisse erinnert.
Auf Wunsch wird der Patient nach dem Ereignis aufgefordert, den Danach-Text auszufüllen.
Termine können einfach durch einen Klick bearbeitet werden:
Über die Druckfunktion können alle Einträge komfortabel und übersichtlich ausgedruckt werden.

Memoria-Tagebuch

Es wurde ein spezielles Tagebuch entwickelt, das für Patienten besondern leicht zu bedienen ist.
Das Tagebuch kommt dort zum Einsatz, wo die schwierige Bedienbarkeit anderer Lösungen einen Einsatz für die Patienten unmöglich macht.

So wird auf die eingeschränkten organisatorischen Fähigkeiten von Patienten zum Beispiel nach einem Schlaganfall Rücksicht genommen. Eine Auswahl in irgendeiner Form ist nicht nötig: Ein Klick auf „Neuer Tagebuch-Eintrag“ genügt, um einen Eintrag für das heutige Datum einzufügen.
Es können beliebig viele Einträge vorgenommen werden.
Durch seine klar strukturierte Oberfläche wird ein „Verirren“ unmöglich.
Das Memoria-Tagebuch ist ein vortrefflicher innovativer Helfer in schwierigen Situationen. Mit seiner dynamischen Oberfläche ist er einerseits einfach zu handhaben. Andererseits bietet er unbegrenzt Platz für alle Einträge, da der Platz sich automatisch anpasst.

Memoria-Schmerztagebuch

Das Memoria-Schmerztagebuch ist eine äußerst komfortable und einfach zu bedienende Lösung, durch die der Patient seinen aktuellen Schmerzstatus äußern und abspeichern kann.
Dafür klickt der Patient „Neuer Schmerz-Eintrag“ an.
Nun kann der Patient entweder über eine Zahl, ein Wort oder über eine Beschreibung den empfundenen Schmerz auswählen und so abspeichern.
Über die Druckfunktion kann das Schmerztagebuch für den Arzt ausgedruckt werden.
Alle Einträge werden übersichtlich angezeigt, so dass ersichtlich wird, wie sich der Schmerz über den Tag, über die Woche und den Monat entwickelt hat.